|
Wie wurden die Spenden von People in Motion e.V. verwendet |
Ab 2008 setzt das Proyecto Chiriboga die Spenden für eine neue Aufgabe ein: „Familie Angulo hat wiederholt bei der Fundacion [Chiriboga] um Hilfe nachgesucht, es ist eine sehr arme Familie, die in Esmeraldas lebt. Sie haben 7 Kinder, eines davon ist an Unterernährung gestorben. Die Fundacion Chiriboga gab dem Vater Arbeit, aber wir können keinen besonders guten Lohn zahlen. Um ihn bezahlen zu können, haben wir mit der Zucht von Forellen begonnen, die wir verkaufen und wovon wir Geover bezahlen, aber es reicht nicht für seine Familie. In dem Ort, wo er [Geover] lebt, gibt es mehr als 600 sehr arme Kinder von dunkler Hautfarbe. Wir haben folgende Vorstellung: Wir wollen ein kleines Wohnhaus für die Familie errichten, das aber zugleich als Zentrum für die Qualifikation der armen Kinder dieses Stadtviertels dienen soll. Hierhin könnten Freiwillige gehen, um Unterricht zu geben und sie könnten dort auch wohnen; auf diese Weise hätte die Familie ein Einkommen, das von den Freiwilligen bezahlt würde [die Freiwilligen bezahlen für ihren Aufenthalt, das ist langjähriges Prinzip der Fundacion Chirboga], und wenn wir Erfolg haben, wovon ich überzeugt bin, werden wir das Gelände erweitern, um noch mehr Kinder zusammen zu führen und sie Lesen und Schreiben zu lehren.“
Das Proyecto Chiriboga berichtet am 20.12.2007: „Der [erste] Bauabschnitt der Schule Edmundo Carbo ist fertig gestellt. Die Fundacion Chiriboga hat die Projektpläne beigetragen. Das Modell und ein kleiner Teil des Baumaterials wurden von dem Geld aus Deutschland bezahlt. Die restlichen Kosten haben die Provinzregierung von Manabi und die nationale Schulbehörde DINSE getragen. Der zweite Bauabschnitt für die Schule wird von der nationalen Schulbehörde getragen, einschließlich der Schuleinrichtung. D.h. die Schule Edmundo Carbo wird vollständig eingerichtet sein. Wir fühlen uns sehr zufrieden, weil wir erreicht haben, dass sich der Staat Ecuador mit der Schule befasst hat, wir haben den Beitrag der vielen deutschen Bürger, die dieses Projekt unterstützt haben, bekannt gemacht.“
2006: Das Proyecto Chiriboga hat die Zusammenarbeit mit der Schule Edmundo Carbo in Jipijapa fortgeführt. Für den Ausbau dieser Schule wurde mit Mitteln aus Spenden ein Architektenentwurf mit Kostenschätzung erstellt. Bei der sozialen Arbeit steht seit 2005 die Förderung von baulichen Maßnahmen an der Schule Edmundo Carbo in Jipijapa (liegt an der Küste) im Mittelpunkt. Für den Ausbau dieser in einem Gebiet mit sozial schwacher Bevölkerung liegenden Schule wurde Material gekauft. Der Staat konnte bisher nicht für den Ausbau motiviert werden.
2004 haben vor allem fünf Schulen von unserer Unterstützung profitiert:
Escuela Edmundo Carbo - Jipijapa
Escuela Richard Boweys-Lloa
Escuela San Antonio de Alcedo -Cayambe
Escuela San Luis de Guachala -Cayambe
Escuela San Antonio – Tena.
Das Proyecto hat die Schulen bei ihrer internen Organisation unterstützt sowie Mobiliar, Tafeln, Unterrichtsmaterialien und Bücher für eine Schülerbibliothek gespendet. Für besonders arme Kinder wird auch eine Schulspeisung angeboten, denn in vielen Gegenden sind die Familien andernfalls nicht in der Lage, die Kinder zur Schule zu schicken.
2003: Die Pipeline von Crudos Pesados, die dem staatlichen Unternehmen Petroecuador gehört, befindet sich in unmittelbarer Nähe von Chiriboga. Seit Februar 1999 hat es in Chiriboga 5 schwere Ölunfälle und Gasexplosionen gegeben. Da der Fluss Saloya mitten durch Chiriboga fliesst, ist die Lage für die Bewohner gefährlich und dramatisch. Deshalb ist es ein wichtiges Anliegen, die Ölindustrie dazu zu bewegen, den Sicherheitsstandard für ihre Pipelines zu verbessern und dadurch weiter Ölunfälle zu vermeiden. Da hunderte von Beschwerdebriefen – unter anderem an das Umweltministerium – folgenlos waren, hat die Leitung des Projektes beschlossen, vor Gericht zu gehen. Dies ist die erste Klage einer einheimischen Organisation gegen eine Ölgesellschaft. Dadurch sah sich das Projekt gezwungen, die Schulen vorübergehend nicht finanziell, sondern nur mit der Hilfe Freiwilliger zu unterstützen, denn das restlich Geld wird für das Gerichtsverfahren benötigt. Hierfür wurde unsere Spende verwendet. Nach Durchlaufen der Instanzen liegt das Verfahren seit Jahren vor dem obersten Gericht Ecuadors und kommt nicht voran.
Am 30. Juni 2002 verunglückte ein Bus auf der Fahrt von Quito nach Chiriboga, wobei 4 Menschen ums Leben kamen und 48 Bewohner Chiribogas und der Umgebung teils schwer verletzt wurden. Da diese Menschen über keine Krankenversicherung verfügen, kaufte das Proyecto Chiriboga kurz entschlossen zahlreiche lebenswichtige Medikamente und stellte sie den behandelnden Ärzten im Krankenhaus zur Verfügung. Diese Medikamente wurden zum grossen Teil mit Alzenauer Spenden finanziert.
2000: Zusammen mit der einheimischen Bevölkerung wurden Toiletten und Duschen (die ersten des Dorfes!) und ein Essraum mit integrierter Küche für die Schule gebaut.
|